Wenn du Kurse und Charts analysierst, stößt du früher oder später auf das Handelsvolumen. Der Begriff klingt technisch, dahinter steckt aber eine einfache Frage: Wie viele Einheiten eines Wertpapiers haben innerhalb eines bestimmten Zeitraums den Besitzer gewechselt?
Genau das misst das Handelsvolumen. Es zeigt dir, wie aktiv ein Markt gerade ist, und hilft dir einzuschätzen, wie viel Gewicht einer Kursbewegung zukommt.
In diesem Artikel erfährst du, was das Handelsvolumen genau angibt und wie es gemessen wird. Was bedeutet ein hohes, was ein niedriges Volumen? Und wie sieht es in der alltäglichen Trading-Praxis aus? Wo findest du Volumendaten, wie liest man die Volumenbalken unter einem Kurschart und wie lässt sich das Handelsvolumen sinnvoll in deine Anlage- und Trading-Entscheidungen einbeziehen?
Handelsvolumen – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Das Handelsvolumen gibt an, wie viele Einheiten eines Wertpapiers innerhalb eines bestimmten Zeitraums gehandelt wurden. Bei Aktien zum Beispiel ist damit die Stückzahl gemeint.
💡 Ein hohes Handelsvolumen weist auf starke Handelsaktivität hin. Für sich genommen ist es weder ein positives noch ein negatives Signal.
💡 Aussagekraft gewinnt das Volumen erst im Zusammenspiel mit der Kursentwicklung im Zeitverlauf, dem Anlass für Kursbewegungen und dem übrigen Marktumfeld.
💡 Der Vergleich mit dem durchschnittlichen Volumen desselben Wertpapiers über 20 bis 50 Handelstage ist aussagekräftiger als ein einzelner absoluter Wert.
💡 Bei Anlageinstrumenten wie Aktien, ETFs, CFDs oder Kryptos lässt sich das Handelsvolumen in gängigen Chartprogrammen als Balkenreihe direkt unter dem Kurschart einblenden.
Wenn du Kurse und Charts analysierst, stößt du früher oder später auf das Handelsvolumen. Der Begriff klingt technisch, dahinter steckt aber eine einfache Frage: Wie viele Einheiten eines Wertpapiers haben innerhalb eines bestimmten Zeitraums den Besitzer gewechselt?
Genau das misst das Handelsvolumen. Es zeigt dir, wie aktiv ein Markt gerade ist, und hilft dir einzuschätzen, wie viel Gewicht einer Kursbewegung zukommt.
In diesem Artikel erfährst du, was das Handelsvolumen genau angibt und wie es gemessen wird. Was bedeutet ein hohes, was ein niedriges Volumen? Und wie sieht es in der alltäglichen Trading-Praxis aus? Wo findest du Volumendaten, wie liest man die Volumenbalken unter einem Kurschart und wie lässt sich das Handelsvolumen sinnvoll in deine Anlage- und Trading-Entscheidungen einbeziehen?
Handelsvolumen – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Das Handelsvolumen gibt an, wie viele Einheiten eines Wertpapiers innerhalb eines bestimmten Zeitraums gehandelt wurden. Bei Aktien zum Beispiel ist damit die Stückzahl gemeint.
💡 Ein hohes Handelsvolumen weist auf starke Handelsaktivität hin. Für sich genommen ist es weder ein positives noch ein negatives Signal.
💡 Aussagekraft gewinnt das Volumen erst im Zusammenspiel mit der Kursentwicklung im Zeitverlauf, dem Anlass für Kursbewegungen und dem übrigen Marktumfeld.
💡 Der Vergleich mit dem durchschnittlichen Volumen desselben Wertpapiers über 20 bis 50 Handelstage ist aussagekräftiger als ein einzelner absoluter Wert.
💡 Bei Anlageinstrumenten wie Aktien, ETFs, CFDs oder Kryptos lässt sich das Handelsvolumen in gängigen Chartprogrammen als Balkenreihe direkt unter dem Kurschart einblenden.
Was ist das Handelsvolumen und was bedeutet es an der Börse?
Bevor es um die Interpretation einzelner Volumenwerte geht, klärt dieser Abschnitt zunächst, was das Handelsvolumen inhaltlich beschreibt und wie es gemessen wird.
Was bedeutet das Handelsvolumen?
Das Handelsvolumen bezeichnet die Menge eines Wertpapiers, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums an einem Markt gehandelt wurde. Bei Aktien ist damit die Anzahl der Stücke gemeint, die in diesem Zeitraum den Besitzer gewechselt haben.
Jede Transaktion hat also zwei Seiten: Zu jedem Käufer gehört ein Verkäufer. Aber der dabei umgesetzte Betrag wird nur einmal gezählt. Aus dem Handelsvolumen allein lässt sich deshalb nicht ablesen, ob am Markt mehr ge- oder verkauft wurde. Es ist somit ein reines Aktivitätsmaß und keine Richtungsangabe. Die Annahme, ein hohes Volumen zeige Kaufdruck an, gehört zu den häufigsten Irrtümern unter Einsteigern.
Für Anleger und Trader ist das Handelsvolumen aus zwei Gründen relevant. Zum einen zeigt es, wie stark ein Wertpapier überhaupt beachtet wird, und damit indirekt, wie leicht es sich handeln lässt. Das deshalb, weil bei hohem Handelsvolumen die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass auf jedes Angebot eine Nachfrage trifft und umgekehrt. Zum anderen dient das Handelsvolumen als Gradmesser dafür, wie breit eine Kursbewegung getragen wird.
Wie wird das Handelsvolumen gemessen?
Die Bezugsgröße für das Handelsvolumen ist immer ein Zeitraum, und dieser Zeitraum ist frei wählbar. In einem Chart mit Tagesbalken steht jeder Volumenbalken für einen Handelstag, in einem Fünf-Minuten-Chart entsprechend für fünf Minuten. Finanzportale weisen darüber hinaus häufig Wochen-, Monats- oder Jahreswerte aus.
Daneben gibt es zwei unterschiedliche Wege, das gehandelte Volumen auszudrücken:
- Stückzahl: die Anzahl der gehandelten Aktien, Anteile oder Kontrakte. Das ist die klassische Definition des Handelsvolumens.
- Handelsumsatz: der monetäre Gegenwert, also Stückzahl multipliziert mit dem jeweiligen Kurs, angegeben in Euro oder einer anderen Währung.
Im Sprachgebrauch werden „Volumen“ und „Umsatz“ oft gleichgesetzt, weil beide Größen dieselbe Handelsaktivität beschreiben und meist in dieselbe Richtung laufen. Fachlich bezeichnen sie jedoch nicht dasselbe. Einfaches Beispiel: Steigt der Kurs eines Wertpapiers, kann der Umsatz zunehmen, obwohl gleich viele Stücke gehandelt werden.
Was sagt ein hohes oder niedriges Handelsvolumen aus?
Ein einzelner Volumenwert beschreibt zunächst nur, wie viel gehandelt wurde. Dieses Kapitel erklärt, was hinter einem hohen oder einem niedrigen Handelsvolumen stecken kann und ab wann das Volumen eines Wertpapiers überhaupt als hoch gilt.
Was bedeutet ein hohes Handelsvolumen?
Ein überdurchschnittlich hohes Handelsvolumen zeigt, dass sich viele Marktteilnehmer gleichzeitig für ein Wertpapier interessieren. In den meisten Fällen gibt es dafür einen konkreten Anlass.
Häufige Auslöser für einen sprunghaften Anstieg des Handelsvolumens sind:
- Quartalszahlen, Geschäftsberichte und angepasste Unternehmensprognosen.
- Nachrichten über das Unternehmen, etwa Übernahmen, Gewinnwarnungen oder ein Wechsel im Vorstand.
- Makroökonomische Ereignisse wie Zinsentscheidungen etwa der Europäischen Zentralbank EZB oder wichtige Konjunkturdaten.
- Die Aufnahme einer Aktie in einen Index oder ihr Ausschluss daraus.
- Auch eine kräftige Kursbewegung zieht oft zusätzliches Volumen nach sich.
Entscheidend ist in allen Fällen: Ein hohes Volumen sagt nichts über die Richtung der Kursentwicklung aus. Es tritt bei steigenden Kursen ebenso auf wie bei fallenden. An Tagen mit starken Verlusten fällt das Volumen sogar oft besonders hoch aus, weil viele Anleger gleichzeitig verkaufen und andere die niedrigeren Kurse zum Einstieg nutzen.
Was bedeutet ein niedriges Handelsvolumen?
Ein niedriges Handelsvolumen bedeutet, dass im betrachteten Zeitraum wenige Stücke gehandelt wurden. Häufig liegt das schlicht daran, dass es keine Neuigkeiten gibt. Niedriges Volumen weist meist auf geringes Marktinteresse, abwartende Marktteilnehmer oder eine Konsolidierungsphase hin. In ruhigen Marktphasen wie in den Mittagsstunden ist das völlig normal.
Relevanter wird niedriges Volumen bei Papieren, die ohnehin selten gehandelt werden, etwa bei kleineren Nebenwerten. Dort macht sich ein dünnes Orderbuch oftmals so bemerkbar: Der Spread, also die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs, fällt tendenziell weiter aus, größere Orders lassen sich schwerer zum gewünschten Kurs ausführen (man sagt, es ist „wenig Liquidität im Markt“), und einzelne Transaktionen bewegen den Kurs stärker.
Gerade der letzte Punkt kann schnell relevant werden, weil er häufig dazu führt, dass eine aufgegebene Marktorder nicht zum gewünschten Preis ausgeführt wird, sondern zu einem deutlich davon abweichenden. Dieses Phänomen wird auch als Slippage bezeichnet.
In der Handelsplattform von XTB siehst du Geld- und Briefkurs direkt in der Marktübersicht und kannst so schon vor der Order abschätzen, wie eng ein Markt gerade ist.
Wann gilt das Handelsvolumen einer Aktie als hoch?
Einen allgemeingültigen Grenzwert, ab dem das Handelsvolumen einer Aktie als hoch gilt, gibt es nicht. Ein Tagesvolumen von 500.000 Stück ist für einen kleinen Nebenwert außergewöhnlich viel, für einen DAX-Konzern dagegen unauffällig. Sinnvoll ist nur der Vergleich einer Aktie mit sich selbst.
Als Referenz dient dabei das durchschnittliche Handelsvolumen, oder Average Volume. Dahinter steckt der Mittelwert des Volumens eines bestimmten Instruments bezogen auf vergangene Handelsperioden. Liegt der aktuelle Wert deutlich darüber, spricht man von überdurchschnittlichem Volumen.
Was lässt sich aus dem Handelsvolumen ablesen?
Seine eigentliche Aussagekraft entfaltet das Handelsvolumen erst im Zusammenspiel mit anderen Marktdaten. Dieses Kapitel behandelt zuerst den Zusammenhang mit der Kursentwicklung, anschließend das Verhältnis zur Liquidität und schließlich die Abgrenzung zur Volatilität.
Wie hängen Handelsvolumen und Kursentwicklung zusammen?
In der Praxis werden Kursbewegung und Handelsvolumen in der Regel gemeinsam betrachtet. Die Grundidee dahinter: Eine Bewegung, an der viele Marktteilnehmer beteiligt sind, ruht auf einem breiteren Fundament als eine Bewegung bei dünnem Handel. Im ersten Fall spricht man dann von einem Trend.
Vier Konstellationen kommen dabei immer wieder vor:

Besonders häufig wird das Volumen bei Ausbrüchen herangezogen, also dann, wenn ein Kurs eine markante Marke wie ein bisheriges Hoch überschreitet. Findet der Ausbruch bei deutlich erhöhtem Volumen statt, gilt er als belastbarer als ein Ausbruch bei dünnem Handel. Lässt das Volumen dagegen nach, während sich ein Trend fortsetzt, gilt das als mögliches Warnsignal.
All das sind Wahrscheinlichkeitsaussagen und keine sicheren Signale. Auch ein Ausbruch mit hohem Volumen kann scheitern, und ein Trend kann sich über Wochen bei nachlassendem Volumen fortsetzen. Eine ausführlichere Darstellung dieser Zusammenhänge findest du im XTB-Beitrag zum Volumen Trading.
Wie hängen Handelsvolumen und Liquidität zusammen?
Stark gehandelte Titel sind in aller Regel auch liquide, also von starker Handelstätigkeit gekennzeichnet. Trotzdem sind Handelsvolumen und Liquidität nicht dasselbe. Das Volumen beschreibt, was bereits gehandelt wurde, und ist damit ein Rückblick.
Liquidität wiederum zeigt an, wie leicht sich ein Wertpapier im Moment zum angezeigten Kurs kaufen oder verkaufen lässt, also wie viel Kauf- und Verkaufsinteresse gerade im Orderbuch steht.
Meist laufen beide Größen parallel: Wo viel gehandelt wird, stehen üblicherweise auch genügend Orders im Buch. Praktisch zeigt sich das an einem engeren Spread und daran, dass auch größere Orders nahe am angezeigten Kurs ausgeführt werden.
In illiquiden Titeln kann es dagegen zu spürbaren Abweichungen zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungskurs kommen. Wer in einem solchen Umfeld handelt, sollte eine Limit Order zur Risikobegrenzung in Betracht ziehen, statt zum nächstbesten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen.
Was ist der Unterschied zwischen Handelsvolumen und Volatilität?
Es gibt noch einen Begriff, den du klar abgrenzen solltest. Handelsvolumen und Volatilität werden nämlich leicht verwechselt, messen aber verschiedene Dinge.
- Handelsvolumen misst die Handelsaktivität, also die gehandelte Menge.
- Volatilität misst die Stärke der Kursschwankungen, unabhängig davon, wie viele Stücke dafür bewegt wurden.
Damit beschreiben beide Kennzahlen unterschiedliche Eigenschaften desselben Marktes; eine direkte Umrechnung zwischen Handelsvolumen und Volatilität ist nicht möglich.
In außergewöhnlichen Marktphasen treten hohes Volumen und hohe Volatilität häufig gemeinsam auf. Nach einer überraschenden Zinsentscheidung etwa steigen Handelsaktivität und Kursschwankungen typischerweise miteinander.
Ein zwingender Zusammenhang folgt daraus jedoch nicht. In einem sehr engen Markt können wenige Transaktionen große Kursausschläge auslösen, also hohe Volatilität bei niedrigem Volumen erzeugen. Umgekehrt kann ein Wertpapier bei hohem Volumen in einer engen Kursspanne verharren (niedrige Volatilität), wenn sich Käufer und Verkäufer die Waage halten.
Wie kann man das Handelsvolumen einsehen und analysieren?
Volumendaten sind frei zugänglich, entscheidend ist zu wissen, wo man sie findet. Dieses Kapitel zeigt zuerst die typischen Quellen, dann den Aufbau der Volumenbalken im Chart und schließlich, warum sich die Angaben je nach Markt und Anbieter unterscheiden können.
Wo findet man das Handelsvolumen eines Wertpapiers?
Um beispielsweise das Handelsvolumen einer Aktie einsehen zu können, brauchst du keine lokal installierte Spezialsoftware. Drei Wege sind gängig:
- Börsenwebseiten: Die Handelsplätze selbst veröffentlichen Stückzahlen oder Umsätze für die bei ihnen gehandelten Papiere.
- Finanzportale: Kursseiten, etwa yahoo!finanzen zeigen das Tagesvolumen meist direkt neben Kurs und Vortagesschluss an, oft ergänzt um einen Durchschnittswert.
- Handelsplattformen: In der Software deines Brokers lässt sich das Volumen als Indikator in den Chart einblenden.
Achte in jedem Fall darauf, auf welchen Handelsplatz sich die Angabe bezieht, welchen Zeitraum sie abdeckt und aus welcher Datenquelle sie stammt. Dieselbe Aktie kann an unterschiedlichen Börsenplätzen sehr unterschiedliche Volumina aufweisen.
Wie liest man Volumenbalken im Chart?
Unter dem Kurschart lässt sich in nahezu jedem Handelsprogramm ein zusätzlicher Bereich mit dem Handelsvolumen einblenden. Er besteht aus senkrechten Balken, und jeder Balken gehört zu genau einem Zeitintervall des Charts. Ein Tageschart hat also einen Balken pro Handelstag.
In der Handelsplattform von XTB fügst du das Volumen über die Indikatorenauswahl hinzu. Es erscheint als eigene Fläche unter dem Kurschart und lässt sich mit weiteren Analysewerkzeugen kombinieren, etwa mit einem gleitenden Durchschnitt.
Hier als Beispiel, wie du das Handelsvolumen der Siemens-Aktie (SIE.DE) in der XTB Handelsplattform im Tagesintervall einsehen kannst:
Die Höhe eines Balkens entspricht dem Volumen dieses Intervalls. Der absolute Wert ist zweitrangig, entscheidend ist der Vergleich der Balken untereinander. Ein Balken, der deutlich aus der Reihe herausragt, markiert einen Zeitraum mit ungewöhnlich starker Handelsaktivität. Solche Stellen lohnen einen näheren Blick: Was ist damals passiert, und wie hat der Kurs darauf reagiert?
Viele Plattformen färben die Balken zusätzlich ein, meist in Grün und Rot. Die Farbe richtet sich in der Regel danach, ob die zugehörige Kerze des Candlestick Charts über oder unter ihrem Eröffnungskurs geschlossen hat, und ist damit eine Eigenschaft der Kursbewegung, nicht des Volumens.
Warum unterscheidet sich das Handelsvolumen je nach Markt und Datenquelle?
Das Handelsvolumen wird nicht bei allen Finanzinstrumenten auf dieselbe Weise erfasst. Bei Aktien und börsengehandelten Indexfonds, sogenannten ETFs (Exchange Traded Funds), bezieht sich die Volumenangabe in der Regel auf einen bestimmten Handelsplatz.
Dieselbe Aktie kann beispielsweise über Xetra, an regionalen Börsen oder außerbörslich gehandelt werden. Jeder Handelsplatz erfasst zunächst nur die dort ausgeführten Geschäfte und weist sein eigenes Handelsvolumen aus. Das angezeigte Volumen in einem Chart ist deshalb häufig lediglich ein Ausschnitt des gesamten Marktvolumens.
Bei Futures und Optionen ist die Situation meist übersichtlicher, weil die jeweiligen Kontrakte an einer zentralen Terminbörse gehandelt und deren Umsätze dort weitgehend vollständig erfasst werden. Allerdings können auch hier verschiedene Kontraktmonate oder Börsenplätze getrennt ausgewiesen werden.
Ein Sonderfall ist der Devisenmarkt, als Foreign Exchange oder Forex bekannt. Der Forex Markt ist dezentral organisiert; es gibt keine zentrale Börse und daher auch kein einheitliches globales Handelsvolumen.
Allerdings erhebt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich alle drei Jahre das globale Handelsvolumen für Devisen. Die aktuellsten Zahlen stehen bei beachtlichen 9,6 Billionen US-Dollar - pro Tag. Ansonsten stammen im Forex-Handel angezeigte Volumendaten stets von einzelnen Brokern oder Datenanbietern und bilden nur deren jeweiligen Marktausschnitt ab.
Ähnlich verhält es sich bei Kryptos. Deren Handelsvolumen kann sich je nach Börse deutlich unterscheiden, da beispielsweise Krypto-Börsen wie Binance, Coinbase oder Kraken jeweils eigene Orderbücher und Handelsdaten haben.
Auch bei CFDs (Contracts for Difference oder Kursdifferenzkontrakte) hängt die Aussagekraft des Volumens davon ab, welches Basisinstrument zugrunde liegt und welche Datenquelle der Anbieter verwendet. Bei einem CFD auf eine Aktie oder einen Index kann es zum Beispiel sein, dass das angezeigte Volumen das tatsächliche des Basiswerts nicht vollständig widerspiegelt.
Für deine Marktanalyse bedeutet all das: Verwende möglichst eine konsistente Datenquelle und vergleiche das aktuelle Volumen mit dem durchschnittlichen Volumen derselben Börse oder desselben Anbieters.
Ein Ausbruch mit hohem Volumen ist nur dann gut interpretierbar, wenn klar ist, ob sich die Angabe auf einen einzelnen Handelsplatz oder auf ein möglichst umfassendes Gesamtvolumen bezieht.
Wie lässt sich das Handelsvolumen für Anlage- und Trading-Entscheidungen nutzen?
Zum Abschluss zeigt dieser Abschnitt, wie sich das Handelsvolumen in die technische Analyse einfügt, wo seine Grenzen liegen und welche Fehlinterpretationen besonders häufig vorkommen.
Handelsvolumen als Ergänzung zur technischen Analyse
Du solltest dir immer klar machen, dass das Handelsvolumen eine ergänzende Information aber keine eigenständige Handelsstrategie ist. In der technischen Analyse wird es üblicherweise genutzt, um Beobachtungen aus dem Kursverlauf zu prüfen.
Nähert sich zum Beispiel ein Kurs einer Unterstützung, kommt es darauf an, ob das Volumen dabei zu- oder abnimmt. Bricht ein Kurs aus einer Seitwärtsphase aus, wird geprüft, ob der Ausbruch von erhöhtem Volumen begleitet wird.
Sinnvoll ist es, das Volumen mit wenigen anderen Werkzeugen zu kombinieren, etwa mit Trendlinien oder einem gleitenden Durchschnitt, statt mehrere Volumenindikatoren übereinanderzulegen. Mehr Indikatoren führen selten zu klareren Entscheidungen.
Welche Grenzen hat die Analyse des Handelsvolumens?
Die Grenzen der Volumenanalyse lassen sich klar benennen. Das Handelsvolumen zeigt Aktivität, nicht Richtung, und schon gar nicht die künftige Kursentwicklung. Ein ungewöhnlicher Volumenanstieg kann viele Ursachen haben, von Quartalszahlen über Indexanpassungen bis hin zu großen Umschichtungen einzelner Fonds, die mit der Bewertung etwa der Aktie eines Unternehmens nichts zu tun haben.
Hinzu kommt, dass sich aus historischen Zusammenhängen keine sicheren Prognosen ableiten lassen. Und weil Volumendaten je nach Handelsplatz und Anbieter voneinander abweichen, können zwei Anleger bei derselben Aktie zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen, ohne dass einer von beiden falsch rechnet.
Welche Fehler sollten Anleger beim Handelsvolumen vermeiden?
Aus diesen Grenzen ergeben sich einige typische Fehlinterpretationen, die immer wieder vorkommen:
- Hohes Volumen als Kaufsignal lesen: Volumen ist ein Aktivitätsmaß und keine Richtungsangabe.
- Absolute Werte ohne Vergleich beurteilen: Ein Volumen von 500.000 Stück sagt wenig aus, solange du den üblichen Wert für dieses Papier nicht kennst.
- Kurs und Marktumfeld ausblenden: Das Volumen allein ergibt kein vollständiges Bild.
- Einzelne Spitzen überbewerten: Ein einzelner Ausreißer kann auf einer Indexanpassung oder einer einzigen großen Order beruhen.
Wenn du die beschriebenen Zusammenhänge selbst nachvollziehen möchtest, bietet sich das kostenlose Demokonto von XTB an. Damit erhältst du Zugang zur Handelsplattform mit 10.000 Euro virtuellem Guthaben und kannst Charts, Volumenanzeige und weitere Analysewerkzeuge in Ruhe ausprobieren, ohne eigenes Kapital einzusetzen.
Wer anschließend real investiert, zahlt bei XTB auf echte Aktien und ETFs bis zu einem monatlichen Handelsvolumen von 100.000 Euro keine Kommission (danach entstehen Kosten, Details: xtb.com/de/aktien).
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FAQ
Das Handelsvolumen gibt an, wie viele Einheiten eines Wertpapiers in einem bestimmten Zeitraum gehandelt wurden. Bei Aktien ist das die Anzahl der Stücke, die an einem Handelstag den Besitzer gewechselt haben, nicht die Zahl der einzelnen Orders.
Es zeigt, wie aktiv eine Aktie gehandelt wird. Ein hoher Wert bedeutet, dass viele Marktteilnehmer beteiligt waren; ob dabei überwiegend gekauft oder verkauft wurde, lässt sich aus dem Volumen allein nicht ableiten.
Weder noch. Ein hohes Volumen zeigt lediglich starke Handelsaktivität und tritt bei steigenden wie bei fallenden Kursen auf. Aussagekraft bekommt es erst gemeinsam mit der Kursentwicklung und dem Anlass, der dahintersteht, etwa Quartalszahlen oder einer Indexanpassung.
Einen festen Richtwert gibt es nicht, weil das übliche Volumen von Aktie zu Aktie stark schwankt. Maßstab ist das durchschnittliche Volumen desselben Papiers über die vergangenen 20 bis 50 Handelstage; daran lässt sich einordnen, ob der aktuelle Wert auffällig ist.
Auf den Webseiten der Börsen, auf Finanzportalen und in der Handelsplattform deines Brokers. Dort lässt sich das Volumen meist als Balkenreihe unter dem Kurschart einblenden und mit dem Durchschnitt vergleichen.
Meist steht ein Anlass dahinter: Quartalszahlen, Unternehmensnachrichten, Konjunktur- oder Zinsentscheidungen oder eine Indexanpassung. Auch eine kräftige Kursbewegung selbst zieht zusätzliche Handelsaktivität nach sich, weil sie weitere Marktteilnehmer anzieht.
Der Kurs steigt, obwohl immer weniger Marktteilnehmer beteiligt sind. Das gilt als möglicher Hinweis darauf, dass die Aufwärtsbewegung an Kraft verliert. Ein verlässliches Signal ist es für sich genommen nicht, denn Trends laufen auch bei dünnem Handel häufig weiter.
Das Handelsvolumen misst, wie viel in der Vergangenheit gehandelt wurde. Liquidität beschreibt, wie leicht sich ein Wertpapier aktuell zum angezeigten Kurs kaufen oder verkaufen lässt. Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe.
Weil jeder Handelsplatz nur die bei ihm ausgeführten Geschäfte zählt. Dieselbe Aktie wird an mehreren Börsen und außerbörslich gehandelt, sodass sich das Gesamtvolumen auf viele Quellen verteilt und keine davon das vollständige Bild zeigt.
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